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Vancouver, 18.2. 8.30 Uhr – Ein Wolf zu Besuch….

18.02.2010

Während wir diese Zeilen schreiben läuft gerade ein Wolf 20m entfernt von uns über die Straße-Sowas gibt´s nur in Canada J

Die gestrige Abfahrt der Damen hat einiges an Diskussionen über das Niveau der Strecke ausgelöst. Von den Bedingungen war sie jedoch sehr stabil. Bei Schneetemperaturen zwischen -8 und -4 Grad waren die Bedingungen nahezu optimal. Die Pistenkommandos haben den Neuschnee der vergangenen Tage fast vollständig von der Strecke geräumt und wir fanden in der Hauptsache Altschnee und harte Bedingungen vor. Bereits am Vortag hatten wir in Whistler Creak Side an verschiedenen, zahlreichen Punkten die Temperatur, Feuchte und Konsistenz des Schnees bestimmt und diese Werte fanden sich am Wettkampftag durch die Stabilität des Wetters weitestgehend bestätigt. Um 7.00 Uhr waren wir am Renntag schon wieder auf der Wettkampfstrecke um, nach der Besichtigung, die Werte für die heute stattfindende Kombi-Abfahrt zu messen. Zudem sind wir parallel auf der Herrenstrecke unterwegs um durch die Bestimmung der Werte für den morgigen Super G die Teams mit den nötigen Informationen zu versorgen. Das Material läuft bestens und wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden….. J Ansonsten scheint es als wäre im Tal der Frühling ausgebrochen. Nur 50km entfernt werden schon Außentemperaturen von 15 Grad erreicht.

Im Sprung wiederum herrschen durch eine hochmoderne Kühlanlage sehr stabile Verhältnisse. Im Gegensatz zu den herkömmlichen, mobilen Stickstoffanlagen wird hier eine fest installierte Kühlung eingesetzt die mit -18 Grad ansetzt und die Spur auf -5 Grad abkühlt. Dies sorgt für gleiche Verhältnisse und die Sicherheit der Springer. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Skifirmen können wir auf einen umfangreichen Datenpool über die Springer zugreifen und daher sehr genaue Materialtests während des Training durchführen. Die Springerdaten zeigen uns die Abhängigkeiten zwischen Skilänge, -schliff, Springergewicht und Anfahrtsgeschwindigkeit und sorgen so für die Konstante in unseren Tests. So können wir Außeneinflüsse isolieren und das Material optimal abstimmen. Nur bei Regen muss mit viel Erfahrung den Abweichungen auf die Schliche gekommen werden. Das gestrige Trainingsspringen, das auch intern zur Qualifikation herangezogen wird, wurde durch den Regen fast abgebrochen. Rechtzeitig wurde das Wetter aber dann doch noch stabil um weitere zwei Durchgänge durchzuführen. Auch heute sind wir schon wieder im Training vor Ort um alles perfekt auf die morgige Qualifikation abzustimmen. Im Gegensatz zu anderen Bewerben wird in Vancouver noch nach der alten Regel gesprungen und alle Athleten müssen von der selben Luke. Durch die windgeschützte Lage der Großschanze hier sollte es aber trotzdem sehr faire Bedingungen geben und wir können unsere Expertise im Sprung voll ausspielen.

Bis Morgen!

Euer World Racing Team